Erfreulicherweise sind viele interessierte der Einladung gefolgt und es wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung festgestellt, dass unsere heimischen Lebensmittel sehr wohl mit den exotischen Superfoods mithalten können.

Die derzeit im Trend liegenden Chiasamen können z.B. durch den heimischen Leinsamen ersetzt werden. Positiver Nebeneffekt hierbei ist, dass dieser billiger ist, keine langen Transportweg hat und in Deutschland unter hohen Qualitätskontrollen produziert wird. Dies sind auch die wichtigsten Gründe für den Einkauf von regionalen Lebensmitteln. Nebenbei wird auch noch die heimische Wirtschaft gefördert.

In Bayern werden immerhin 14% der Umsätze aus der Landwirtschaft produziert. Die meisten Nahrungsmittel wie Fleisch, Milch, Getreide und Kartoffeln werden in Bayern auch in ausreichender Zahl produziert, so dass der Versorgungsgrad ausgeglichen ist. Obst, Gemüse und Eier müssen zusätzlich importiert werden, da hier der Versorgungsgrad in Bayern nicht erreicht ist. Beim Käse wird eine Überversorgung produziert, so dass ein Export nötig ist. Erwähnenswert hierbei ist, dass trotz des Käseexports auch noch sehr viel Käse aus anderen Ländern importiert wird, da die Nachfrage nach Spezialitäten aus anderen Ländern ungebrochen hoch ist.

Da der Begriff „regional“ nicht gesetzlich definiert ist versteht jeder etwas anderes darunter. Für manchen bedeutet regional, dass das Produkt aus dem Landkreis, aus Niederbayern, oder ggf. zumindestens noch aus Bayern stammt. Tatsächlich kann regional alles bedeuten, dass kleiner als Deutschland ist. Deswegen ist die genaue und kritische Betrachtung der Produkte beim Einkaufen sehr wichtig. Leider ist bei manchen Produkten wie Milch und Wurst immer noch nicht die genaue Herkunft des Lebensmittel ersichtlich. Bei Fleisch, Eiern, Obst und Gemüse ist dies besser ersichtlich. Bei dieser Gelegenheit wurden verschiedene Qualitäts- und Biosiegel unter die Lupe genommen. Der beste Weg ist natürlich immer noch der Einkauf bei ansässigen Metzgereien, Bäckereien und Wochenmärkten, sowie im Regiosortiment der Supermärkte. Vorsitzende Elisabeth Nießen dankte zum Abschluß der Veranstaltung Dipl. Ökotrophologin Silke Gulder mit einem garantiert regionalem Sonnenblumenstrauß für Ihren interessanten Vortrag.

 

Foto: Vorsitzende Elisabeth Nießen (links) mit Dipl. Ökotrophologin Silke Gulder

© 2010 Pfarreiengemeinschaft Hohenthann - Schmatzhausen - Andermannsdorf | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de